Die Typologie des Auszughauses ist im ländlichen Raum Niederösterreichs stark verbreitet. Einst für die Altbauern nach Übergabe des eigenen Hofes an die Erben gedacht, wird diese Wohntypologie heute nicht mehr benötigt. Umso interessanter war die architektonische Aufgabe, zwei bestehende und nebeneinanderliegende Auszughäuser für eine Familie in ein Wohndomizil zu verwandeln. Um möglichst bestandskonform vorzugehen, sah der Entwurf minimale Eingriffe sowie eine energetische Ertüchtigung des Ensembles vor. Durch gezielte minimalinvasive Eingriffe wurde der Bestand kontemporären Wohnanforderungen angepasst.
Der Fassade zur Straße wurde eine besondere Note verliehen, ohne den Bestandscharakter zu verfälschen. Die einst geteilten Innenhöfe wuchsen zu einem großen zusammen. Die dabei entstehenden Nischen und Blickbeziehungen zum Grün wurden beibehalten. Der schützende Innenhofcharakter dient auch dem Schutz vor pannonischen Winden. Die sich ergebenden verwinkelten Flächen bieten Rückzugsorte für die Familienmitglieder.







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