Profil

DI Barbara Calas-Reiberger

Barbara Calas-Reiberger

Meine Wur­zeln lie­gen im nörd­li­chen Wald­vier­tel. Wahr­schein­lich haben mich des­halb Orts­bil­der, die von der Land­wirt­schaft und der Tex­til­in­dus­trie geprägt sind, immer schon fas­zi­niert – alte Bau­ern­höfe mit ihren Innen­hö­fen und Neben­ge­bäu­den ebenso wie ehe­ma­lige Fabriks­ge­bäude mit ihrem Indus­trie­cha­rak­ter. Wert­volle Bau­sub­stan­zen, denen mei­ner Mei­nung nach viel zu wenig Auf­merk­sam­keit geschenkt wird. Nach beruf­li­chen Sta­tio­nen in Wien und St. Gal­len habe ich mich ent­schie­den, zwi­schen Stadt und Land zu arbei­ten – mit Stand­or­ten in Wien und Hirsch­bach im Waldviertel.

Mein Zugang zur Archi­tek­tur kann als sen­si­bel und rück­sichts­voll im Umgang mit dem Bestand und der gebau­ten Umge­bung beschrie­ben wer­den. Eine Her­an­ge­hens­weise, die Altes mit Neuem, Schlich­tes mit Krea­ti­vem sowie Inno­va­ti­ves mit Boden­stän­di­gem kom­bi­niert. Gro­ßen Wert lege ich dabei auf räum­li­che Funk­tio­na­li­tät, die immer in Ein­klang mit Qua­li­tät und Ästhe­tik steht.

Die Kunst mei­nes Hand­werks ist es, allen Pro­jekt­an­for­de­run­gen im Ein­klang mit den archi­tek­to­ni­schen Inhal­ten des Gebäu­des – wie Kom­po­si­tion, Struk­tur und Mate­rial – gerecht zu wer­den. Auf der Suche nach der bes­ten Lösung durch­lau­fen meine Pro­jekte einen stän­di­gen Pro­zess des Hin­ter­fra­gens und Opti­mie­rens. Ein kon­se­quen­ter Weg, der sich durch das ganze Pla­nungs­spek­trum zieht, von Ent­wurfs­stu­dien bis zur Ein­rei­chung und Ausführungsplanung.

Meine beruf­li­che Spe­zia­li­sie­rung umfasst die Revi­ta­li­sie­rung bestehen­der und his­to­risch wert­vol­ler Bau­ten, oft in Ver­bin­dung mit Leer­stands­ak­ti­vie­rung und Orts- bzw. Stadt­kern­stär­kun­gen. Die Tex­til­fa­brik in Hirsch­bach ist ein selbst­in­iti­ier­tes Pro­jekt zur Umnut­zung einer his­to­ri­schen Strick­wa­ren­fa­brik, bei dem alle Schritte einer Leer­stands­ak­ti­vie­rung durch­lau­fen wer­den – von der ers­ten Idee über die Pla­nung bis zur schritt­wei­sen Belebung.

Neben mei­nen pla­ne­ri­schen Tätig­kei­ten bin ich als freie Autorin für NÖ GESTALTE(N) tätig, wo ich regel­mä­ßig über Bau­kul­tur in Nie­der­ös­ter­reich berichte – von Orts­kern­ent­wick­lun­gen bis zu zeit­ge­nös­si­schen Archi­tek­tur­pro­jek­ten. Bau­kul­tur bedeu­tet für mich einen bewuss­ten und respekt­vol­len Umgang mit dem Bestand und der Geschichte eines Ortes. Räume und Gebäude so zu gestal­ten und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, dass sie ihre Iden­ti­tät und ihren Cha­rak­ter bewah­ren, dabei aber gleich­zei­tig auf die Bedürf­nisse der Men­schen ein­ge­hen. Bau­kul­tur ist für mich eine Balance zwi­schen Bewah­rung und Ver­än­de­rung – und genau die­ses Bewusst­sein möchte ich mit mei­nen Bei­trä­gen stärken.

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Schrei­ben Sie mir gerne. Ob Umbau, Sanie­rung oder Bau­kul­tur­ver­mitt­lung – ich freue mich auf Ihre Nachricht.