Über unsichtbare bauliche Strukturen der Waldviertler Textilindustrie, verborgene Potenziale, vermisste Wertschätzung sowie umsetzbare Ausblicke
Das Ausstellungskonzept orientiert sich an der zweiteiligen Setzung „Textiles Erbe“, als historisch/architektonisch/infrastruktureller Abriss, sowie „Aktive Zukunft“, als Aufruf zur Wiederbelebung ehemals fürs Textil genutzter Gebäude/Infrastrukturen.
Den Kern der Ausstellung bilden sichtbar gemachte bauliche Strukturen, die zum textilen Erbe des nördlichen Waldviertels gehören. Auf einem langen Tisch präsentiert, laden Modelle sowie dazugehörige Publikationen die Besucher:innen zum Verweilen ein. Die bewegte Geschichte, die Architektur und fotografische Momentaufnahmen sorgen für eine verdauliche sowie inklusive Ausstellungserfahrung.

Verwoben mit dem Kern der Ausstellung fächern sich übergeordnete Handlungsfelder, die sich mit dem Zustand der Baukultur sowie möglichen Transformationsprozessen auseinandersetzen, um den Tisch auf. Dabei werden die präsentierten Themen mittels kurzen Texten und selbsterklärenden Skizzen auf das Objekt der Textilfabrik Hirschbach herunter gebrochen und mit bereits umgesetzten Referenzbeispielen erweitert. Die dabei erhaltenen Informationen sollen anregen, aber auch für mögliche Nutzungsszenarien sensibilisieren. Die Ausstellung wird somit zum Ort der Begegnung, zum Raum der Information und Reflexion sowie zum erweiterten Dorfplatz des Dialogs rund um das Thema Textiles Erbe | Aktive Zukunft. Mitunter ein Grund, weshalb die Ausstellungsgestaltung einen Wohnzimmercharakter hat und die darin gezeigten Inhalte eine starke Verbindung zur Materialität des Textils eingehen. Ein Indiz, wie verflechtet sich unsere Umgebung manifestiert, unsere menschlichen Beziehungen verwoben sind und wie vielseitig das textile Narrativ das Leben im oberen Waldviertel prägt und geprägt hat.

Die Ausstellung Textiles Erbe | Aktive Zukunft soll wandern, sich in anderen Räumen neu zusammensetzen und die Botschaft textilen Wirkens sowie dessen Potenziale räumlicher Nachnutzungen verbreiten. Mitunter ein Grund, weshalb die kuratorische Gestaltung zum Innehalten, Reflektieren, aber auch zur Interaktion genutzt werden kann. Wir bieten hierfür eine Atmosphäre, wo die Besucher:innen selbst über deren Ausstellungserfahrung entscheiden können. Hoffentlich im Sinne einer Wertschätzung des textilen Erbes und der Notwendigkeit einer aktiven Zukunft.






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