Meine Wurzeln liegen im nördlichen Waldviertel. Wahrscheinlich haben mich deshalb Ortsbilder, die von der Landwirtschaft und der Textilindustrie geprägt sind, immer schon fasziniert – alte Bauernhöfe mit ihren Innenhöfen und Nebengebäuden ebenso wie ehemalige Fabriksgebäude mit ihrem Industriecharakter. Wertvolle Bausubstanzen, denen meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Nach beruflichen Stationen in Wien und St. Gallen habe ich mich entschieden, zwischen Stadt und Land zu arbeiten – mit Standorten in Wien und Hirschbach im Waldviertel.
Mein Zugang zur Architektur kann als sensibel und rücksichtsvoll im Umgang mit dem Bestand und der gebauten Umgebung beschrieben werden. Eine Herangehensweise, die Altes mit Neuem, Schlichtes mit Kreativem sowie Innovatives mit Bodenständigem kombiniert. Großen Wert lege ich dabei auf räumliche Funktionalität, die immer in Einklang mit Qualität und Ästhetik steht.
Die Kunst meines Handwerks ist es, allen Projektanforderungen im Einklang mit den architektonischen Inhalten des Gebäudes – wie Komposition, Struktur und Material – gerecht zu werden. Auf der Suche nach der besten Lösung durchlaufen meine Projekte einen ständigen Prozess des Hinterfragens und Optimierens. Ein konsequenter Weg, der sich durch das ganze Planungsspektrum zieht, von Entwurfsstudien bis zur Einreichung und Ausführungsplanung.
Meine berufliche Spezialisierung umfasst die Revitalisierung bestehender und historisch wertvoller Bauten, oft in Verbindung mit Leerstandsaktivierung und Orts- bzw. Stadtkernstärkungen. Die Textilfabrik in Hirschbach ist ein selbstinitiiertes Projekt zur Umnutzung einer historischen Strickwarenfabrik, bei dem alle Schritte einer Leerstandsaktivierung durchlaufen werden – von der ersten Idee über die Planung bis zur schrittweisen Belebung.
Neben meinen planerischen Tätigkeiten bin ich als freie Autorin für NÖ GESTALTE(N) tätig, wo ich regelmäßig über Baukultur in Niederösterreich berichte – von Ortskernentwicklungen bis zu zeitgenössischen Architekturprojekten. Baukultur bedeutet für mich einen bewussten und respektvollen Umgang mit dem Bestand und der Geschichte eines Ortes. Räume und Gebäude so zu gestalten und weiterzuentwickeln, dass sie ihre Identität und ihren Charakter bewahren, dabei aber gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Baukultur ist für mich eine Balance zwischen Bewahrung und Veränderung – und genau dieses Bewusstsein möchte ich mit meinen Beiträgen stärken.
Schreiben Sie mir gerne. Ob Umbau, Sanierung oder Baukulturvermittlung – ich freue mich auf Ihre Nachricht.
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